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An herausfordernden Aufgaben gewachsen

Jasmin Redzepovic ist während der Weiterbildung zum diplomierten Experten Anästhesiepflege NDS HF an den schwierigsten Aufgaben gewachsen. Sein Vorbild ist Berufsschullehrerin Maria Castaño. Mit ihr ist er in die Welt der Anästhesie eingetaucht. 


Enthusiasmus ist ein Wort, das gut zu Jasmin Redzepovic passt. Dieser Ansicht ist zumindest Maria Castaño. Sie hat den Studierenden während der Weiterbildung zum diplomierten Experten Anästhesiepflege NDS HF regelmässig bei der Arbeit im Berner Inselspital begleitet. Jasmin Redzepovic musste sich im Vorfeld jeweils auf den klinischen Unterricht mit seiner Berufsschullehrerin vorbereiten und spezifische Patientensituationen auswählen. «Er hat sich immer für die schwierigsten Fälle entschieden», erinnert sich Maria Castaño – worauf Jasmin Redzepovic anfügt: «Ich habe mich am Anfang vollkommen überschätzt.» Darüber können die beiden Fachpersonen inzwischen lachen. Denn Jasmin Redzepovic hat das Nachdiplomstudium HF Anästhesiepflege mit Bravour abgeschlossen. Auf dem Weg dorthin musste er sich allerdings viel Wissen aneignen und einige Hürden nehmen. Die Begleitung von Maria Castaño habe ihn dabei entscheidend geprägt, meint Jasmin Redzepovic: «Ich habe von ihrem grossen Erfahrungsschatz enorm profitiert.»


Kleine Details, grosse Folgen

In der Tat bringt Maria Castaño einen grossen Rucksack mit: Seit bald 30 Jahren arbeitet sie in der Klinik für Anästhesie und Schmerztherapie des Berner Inselspitals. Ihr Pensum hat sie inzwischen auf 20 Prozent reduziert, da sie am BZ Pflege das NDS HF Anästhesiepflege leitet. «Die Anästhesie», so die Expertin «ist eine Welt für sich». Jasmin Redzepovic ist zusammen mit seiner Mentorin in diese Welt eingetaucht und musste lernen, dass in diesem Metier die kleinsten Details grössten Einfluss auf die Qualität der Arbeit haben. Und nicht nur das: «Wir sehen die Auswirkungen unserer Handlung immer unmittelbar», sagt Jasmin Redzepovic. Damit drückt er aus, dass diese Tätigkeit mit viel Verantwortung verbunden ist. Von Maria Castaño hat er etwas Wichtiges gelernt: «Je sorgfältiger die Planung einer Anästhesie, desto schneller die Reaktion während des Eingriffs.» Konkret heisst das: Jasmin Redzepovic beschäftigt sich vor der Operation intensiv und in kürzester Zeit mit seinem Patienten und überlegt sich, welche eingriffsspezifischen Gegebenheiten zu berücksichtigen sind und welche Vorbereitungen er treffen muss. 


Risiken kennen, Gefahren abschätzen

Mit einer Anästhesie wird in lebenswichtige Funktionen wie zum Beispiel das Herz-Kreislauf-System oder die Atmung eingegriffen. Das eine wird durch medizinische Massnahmen unterstützt, das andere durch künstliche Beatmung vorübergehend ersetzt. Im Rahmen des Anästhesieplans bereitet Jasmin Redzepovic deshalb Interventionen für drei zentralen Anästhesie-Schwerpunkte vor: «Es geht um den Schlaf, um die Schmerzlinderung und die Muskelrelaxation», erklärt der Experte. Auch die Einschätzung des Risikos ist ein entscheidender Faktor. «Es gibt dazu eine Skala mit Kriterien. «Je höher das Risiko, desto grösser ist die Gefahr, dass es zu einem Zwischenfall kommen kann», so Jasmin Redzepovic. Er schildert diese Dinge mit Professionalität und strahlt Sicherheit aus – und sagt dann: «Ich habe grossen Respekt vor dieser Aufgabe.» Maria Castaño hört ihm aufmerksam zu. Sie freut sich darüber, dass der ehemalige Studierende seinen Weg beharrlich gegangen ist. Jasmin sei eine Persönlichkeit, die an der Herausforderung wachse, meint sie: «Je höher die Anforderungen, desto stärker seine Leistungen.» 



Bezugsperson von Jasmin Redzepovic


Name

Maria Castaño


Jahrgang

1963


Arbeitgeber

Berner Bildungszentrum Pflege, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Schmerztherapie, Inselspital Bern


Funktionen

Leiterin Ressort Anästhesiepflege und diplomierte Expertin Anästhesiepflege NDS HF


Ausbildung

Diplomierte Pflegefachfrau AKP, diplomierte Expertin Anästhesiepflege NDS HF, Berufsschullehrerin, MAS Adult & Professional Education


Werdegang

Nach der Ausbildung an der Krankenpflegeschule Zürich war ich zwei Jahre im Kantonsspital Baden tätig. Dann erfolgte der Wechsel ins Berner Inselspital und die Weiterbildung in Anästhesiepflege. Nach einem Zwischenhalt im Spitalzentrum Biel kehrte ich ans Inselspital zurück. Seither habe ich eine Doppelanstellung, einerseits in der Praxis und andererseits in der Berufsbildung.


Berufsbildung heisst für mich

Ständiges Weiterentwickeln, Veränderung, Verbesserung und Weiterkommen – ein Privileg.


Was ich im Leben mag

Menschen und Neues – zu sehen, was aus den Studierenden wird, wenn sie das NDS Anästhesiepflege beendet haben.


Mein Motto

Keep it easy, simple and fast – und jeden Tag etwas Neues lernen.