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Er gewinnt den Überblick

Philemon Hunziker vertieft sich gerne ins Detail. Im NDS HF Notfallpflege hat er jedoch entdeckt, wie wichtig der Blick aufs Ganze ist. Inspiriert dazu hat ihn Ines Guzikowski. Die Dozentin hat die Begabung, Sachverhalte zu visualisieren.

Philemon Hunziker nimmt motiviert am Unterricht teil, hört aufmerksam zu, hinterfragt und geht gerne ins Detail. Im Nachdiplomstudium NDS HF Notfallpflege hat der 34-Jährige die Gelegenheit, verschiedene Themen zu vertiefen. Umso überraschter ist der diplomierte Pflegefachmann HF, als Dozentin Ines Guzikowski zu Beginn eines Moduls vor die Teilnehmenden steht und sämtliche Inhalte, die im Modul behandelt werden, auf eine Pinnwand schreibt. Philemon liest Begriffe aus den Bereichen Anatomie, Pathologie, Diagnostik und Pharmakologie. Dann zeichnet Ines Guzikowski zwischen den einzelnen Aspekten Verbindungslinien auf und stellt sie in einen Zusammenhang. «Das war für mich ein grosses Aha-Erlebnis», sagt Philemon Hunziker, der seit fünf Jahren im Spital Thun auf dem Notfall arbeitet. «Ich habe realisiert, dass es zwischen den verschiedenen Unterrichtsinhalten viele Berührungspunkte gibt.» Diese Modulübersicht habe ihm geholfen, die einzelnen Themen einzuordnen und während des Unterrichts den Überblick zu behalten.»

Die Relevanz erkannt

Ines Guzikowski freut sich, dass ihre Unterrichtsmethode das Ziel erreicht hat. Sie ist davon überzeugt, dass die Studierenden leichter den Zugang zu einem Thema finden, wenn man die Informationen dazu möglichst frühzeitig abgibt. «Ich aktiviere damit das Vorwissen, das die Leute mitbringen», sagt die Dozentin. Philemon Hunziker bestätigt das: «Ich konnte die Inhalte sofort zuordnen und mit bereits vorhandenem Wissen und Erfahrungen aus der Praxis verbinden.» Die Verknüpfung von Theorie und Praxis ist ein Gebot, das Ines Guzikowski in allen fünf Modulen, die sie im Nachdiplomstudium HF Notfallpflege unterrichtet, äussert wichtig ist. Da sie selbst parallel zur Unterrichtstätigkeit am BZ Pflege zu einem 30-Prozent Pensum in einem Spital auf der Notfallabteilung tätig ist, kennt sie diesen Arbeitsalltag bestens. Das spüren die Studierenden. «Sie lebt uns vor, was sie sagt», erklärt Philemon Hunziker. Und fügt an: «Sie ist eine von uns.»

Studierende ins Boot holen

In der Tat ist es der Ausbildnerin wichtig, den Teilnehmenden im Unterricht stets «auf Augenhöhe» zu begegnen, wie sie sagt. Bevor sie in ein Thema einsteigt, erklärt sie den Leuten jeweils, «warum» sie das tut. «Sie verstehen dann die Hintergründe und ich kann sie so ins Boot holen», sagt Ines Guzikowski. Bei Philemon Hunziker, der die Themen der Weiterbildung zuweilen auch kritisch hinterfragt, ist diese Botschaft angekommen. «Das Verhältnis zwischen Dozentin und Studierenden ist absolut partnerschaftlich», so Hunziker, was ein lernförderndes Klima schaffe. Der angehende Experte für Notfallpflege NDS HF lässt sich davon anregen: Voraussichtlich wird er auf der Notfallabteilung im Spital Thun eine Funktion als Berufsbildner übernehmen und somit für Nachdiplomstudierende zuständig sein. Das pädagogische Konzept von Ines Guzikowski wird ihn dabei inspirieren.

​Steckbrief Lehrperson

 

Name

Ines Guzikowski

Jahrgang

1978

Am BZ Pflege

Seit 2012 (50 Prozent), Doppelanstellung

Praktische Tätigkeit

Anstellung als diplomierte Expertin Notfallpflege HF am Spital Tiefenau, Inselgruppe (30 Prozent)

Unterrichtet

In den Modulen Einstieg in die Fachrichtung, Respiratorisches System, Nervensystem, Hämatologisch-Immunologisches System und Gastrointestinales System

Ausbildung

Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in Münster (D), Nachdiplomstudium Notfallpflege HF am Universitätsspital Basel, Weiterbildung zur diplomierten Dozentin Höhere Fachschule an der Akademie für Erwachsenenbildung Bern, Master of Advanced Studies PH Luzern in Adult and Professional Education

Leidenschaft

Den Hund lüften, die Küche durch Kochexperimente verwüsten, das Fernsehsofa besetzen, aufmerksames Studium von Kinder- und Jugendliteratur und Unterstützung der hiesigen Wirtschaft durch Shopping

Mein Motto

Ich begegne den Studierenden stets auf Augenhöhe. Lernen und Lehren passieren im gegenseitigen Austausch, ich lerne in jedem Unterricht dazu.