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Fachseminar «Gewalt im Alter: Die Bedeutung der Pflege»

​​Ausgangslage

Die Meldungen über Gewalt an alten Menschen nehmen zu. Die WHO geht von bis zu 10 % erlebter Gewalt aus und hat den 15. Juni zum «Tag gegen Gewalt an alten Menschen» erklärt. Die Neue Zürcher Zeitung berichtete 2013, dass im Kanton Zürich jährlich wahrscheinlich bis 70'000 ältere Menschen Opfer von psychischer oder physischer Gewalt sind.

Für ältere Menschen besteht insbesondere in der 4. Altersdekade die Gefahr, Opfer von Gewalt zu werden. Vulnerable Menschen wie demenzerkrankte Menschen sind einem noch höheren Gewaltrisiko ausgesetzt.

Die Gefahrenzonen bei der privaten und professionellen Pflege werden meist nicht erkannt oder tabuisiert. Die Charta der Rechte und Pflichten für ältere Menschen weist auf den Schutz gefährdeter Menschen hin und wie ein gewaltfreier Umgang anzustreben ist. Professionelle Pflege erfordert präventive Massnahmen mit einem entsprechenden Risk-Management.

Im Fachseminar setzen Sie sich mit den verschiedenen Formen der Gewalt bei alten Menschen auseinander. Sie arbeiten an der Früherkennung kritischer Momente und gehen so der Frage nach wie Gewalt in der Pflege verhindert werden kann. Sie lernen Interventionsmethoden kennen und wissen wie Sie bei Gewaltverdacht vorgehen können.

Zielgruppe

Diplomierte Pflegefachpersonen HF/FH, FaGe und andere Fachpersonen aus der Pflege und Betreuung

Kompetenzerwerb

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden befähigt

  • Situationen mit Gewalt im Alter frühzeitig zu erkennen und analysieren

  • ihren Handlungsspielraum bei Gewaltverdacht zu nutzen und wirksame Interventionen zu initiieren und/oder anzuwenden.


Inhalte / Methodik

  • Ursachen, Entstehung und Erscheinungsbilder von Gewalt bei alten Menschen im beruflichen Umfeld

  • geriatrische Aspekte von struktureller und personaler Gewalt

  • Prävention und Intervention zur Vermeidung und Beendigung von Gewalt bei alten Menschen

  • gesellschaftspolitische, institutionelle und personelle standpunktefachliche Inputs


Methodisches Vorgehen:

  • prozessorientierte Fallbearbeitungen

  • entdeckendes, dialogisches und praxisorientiertes Lernen

 Sozialformen sind Einzel-, Partner-, Gruppen- und Klassenunterricht

Dauer/Datum

1 Tag
8. April 2015, 08.30 Uhr bis 16.30 Uhr

Es hat noch freie Plätze.
 

Kosten

CHF 190.–

Durchführungsort

Campus BZ Pflege - zentrumsnah, mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

Kursleitung

Cornelia Reinhard, MAS A&PE, dipl. Pflegeexpertin HöFa II, MScN cand.

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