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Sie kennt den Rhythmus

​Die Kardiologie ist eine Art Herzstück. Das gilt für die Medizin, die Pflege – und für Izabella Eggli. Im Nachdiplomstudium HF Kardiologie hat die 48-Jährige ihre Leidenschaft für den Herzschlag entdeckt. Daran beteiligt war auch Ausbildnerin Sandra Pfeiffer.

Ein Mensch hat zwei Beine, aber nur ein Herz. Viele Patientinnen und Patienten der Kardiologie empfinden ihre Krankheit deshalb als lebensbedrohlich. Kommt es zu einer Herzrhythmusstörung, ist eine rasche Intervention gefragt. «Wenn man die Herzspannungskurve auf dem Monitor sofort richtig interpretiert, lässt sich unter Umständen eine Reanimation verhindern», sagt Izabella Eggli. Die diplomierte Pflegefachfrau HF kennt sich im Metier aus. Seit elf Jahren arbeitet sie im Spitalzentrum Biel in der Kardiologie. Und bald wird die 48-Jährige das Nachdiplomstudium (NDS) HF Kardiologie abschliessen. Während der Weiterbildung hat sie umfassendes Fachwissen erworben. Ein Thema ist ihr dabei ganz besonders geblieben: «Die Rhythmologie war ein absolutes Highlight», sagt sie. Jürg Fuhrer, Rhythmologe am Berner Inselspital, habe die Materie nicht nur vermittelt, sondern richtiggehend verkörpert: «Seine Begeisterung hat uns mitgerissen», so die Studierende.

Das schönste Fachgebiet

Izabella Eggli ist froh, dass sie sich für das NDS HF Kardiologie entschieden hat. Allerdings brauchte es dazu eine kleine Motivationsspritze seitens Sandra Pfeiffer, welche diese Weiterbildung leitet. Anfänglich besuchte die Studierende nämlich nur einzelne Kurse, die im Rahmen des NDS unabhängig von einem Diplomabschluss angeboten werden. Sandra Pfeiffer ermutigte die erfahrene Pflegefachfrau zum Weitermachen: «Ich sagte ihr, sie solle doch auf den Abschluss hinarbeiten, da sie bereits über umfangreiches Wissen verfüge.» Izabella Eggli hört ihr zu, schüttelt den Kopf und stellt klar: «So war es nicht. Sandra hat mich dazu überredet!» In diesem Moment ist ihr anzusehen, dass sie dankbar ist für diese Intervention. Im beruflichen Alltag habe sie Sicherheit gewonnen und anspruchsvolle Aufgaben übernehmen können, sagt die gebürtige Polin. «Ausserdem ist die Kardiologie das schönste Fachgebiet nach der Gynäkologie.» Izabella Eggli muss es wissen: Sie hat ursprünglich Hebamme gelernt.

Rasante Entwicklung

Wenn die diplomierte Pflegefachfrau HF nun im Herzkatheter-Saal des Spitalzentrums Biel im Einsatz ist, kann sie dank umfassendem Wissen verschiedene Rhythmusstörungen sofort einordnen und behandeln. Sie beherrscht den Umgang mit dem Elektrokardiogramm (EKG) und sagt: «Das ist die Bibel der Kardiologie». Niemals hätte die zweifache Mutter gedacht, dass sie nach all den Jahren Berufserfahrung noch so viel Neues dazulernen könnte. Ausbildnerin Sandra Pfeiffer betont, wie wichtig die permanente Weiterbildung in der Kardiologie ist: «Es handelt sich um ein Gebiet, das sich rasant entwickelt.» Nur wer die Technik im Griff habe, strahle die nötige Sicherheit aus. Gerade im Umgang mit Patientinnen und Patienten, die sich am Leben bedroht fühlen, dürfte das zentral sein. Sandra Pfeiffer legt deshalb grossen Wert darauf, in der Weiterbildung – nebst der Technik – auch immer die Situation der Patientinnen und Patienten im Auge zu behalten.

Steckbrief Lehrperson

 

Name

Sandra Pfeiffer

Jahrgang

1967

Am BZ Pflege

Seit 2013 als Leiterin NDS HF Kardiologie

Unterrichtet

Verschiedene Themen im NDS HF Kardiologie und im Nachdiplomkurs Intermediate Care (IMC)

Ausbildung

Diplomierte Kinderkrankenschwester KWS, diplomierte Expertin Intensivpflege NDS HF, MAS Adult und Professional Education

Praxis

24 Jahre in der Intensivpflege (Kinder und Erwachsene), 1 Jahr Transplantationskoordinatorin, Mutter und Hausfrau

Hobbys

Skifahren, Tanzen, Gleitschirmfliegen, Lesen, Kochen

Mein Motto

Lebenslanges Lernen mit Elan und Freude hält dich jung und fit.


Izas Schlüsselperson